Liste der wichtigsten Harmonikabegriffe
Dies ist eine Auflistung und Erklärung aller wichtigen Begriffe rund um die steirische Harmonika.
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| Begriff | Erklärung |
|---|---|
| 1 A Konzert-Stimmzungen | Diese entsprechen der Qualitätsklasse "Tipo A Mano". Bei Harmonika Müller werden diese Stimmplatten "Solisten-Stimmplatten" genannt. |
| A Mano Ero Spezial Stimmplatten | Entspricht der Qualitätsklasse A-Mano. Auf der Internetseite von Kärnterland liest man: "In aufwendig erodierter Feinarbeit hergestellt, garantieren diese Stimmen ein einzigartiges Spielgefühl" |
| A mano Stimmplatten und Stimmzungen | A mano Stimmplatten sind die höchste Qualitätsstufe am Markt. Diese werden oft auch mit "Professionell" bezeichnet. Der Name "a mano" leitet sich von den aufwändigen Produktionsmethoden unter großem Anteil an Handarbeit ab. Die Kanäle der Stimmplatten werden händisch nachgearbeitet und die Stimmzungen werden per Hand aufgenietet. "A mano" Stimmzungen haben einen brillanten Klang, schwingen bereits bei minimalem Balgdruck und erreichen eine sehr kräftige Lautstärke. |
| Balg | Bei allen Erzeugnissen wird darauf Wert gelegt, dass die Bälge leichtgängig und extrem dicht sind. Die Unternehmen Müller, Strasser und Zernig fertigen die Bälge selbst. Bälge mit abgerundeten Ecken kommen normalerweise aus Italien. Gute Bälge sind beweglich, dicht und geräuschlos. |
| Bass-Akkorde | Die Begleittasten (Bassakkorde) sind normalerweise immer mit zwei Stimmplatten (vier Stimmen) pro Akkord ausgeführt. Die Zusammensetzung der Töne ist jedoch nicht bei allen Akkorden identisch. |
| Die dreireihige Harmonika | Diese Instrumente sind klein, handlich, leicht und aus diesem Grund sehr gut als Schülermodelle geeignet. Es gibt zwei- und dreichörige Modelle. Das zweichörige Instrument wiegt nur 5,2 kg und kann schon von 5–6-jährigen Kindern gehandhabt werden. |
| Die fünfreihige Harmonika | Dieses Instrument wird auf Grund seiner Größe und seinem Gewicht nur mehr selten verwendet. Diese Harmonika wird mit 58 Diskanttasten, 18 Helikonbässe und Gleichton auf der 2., 3. sowie 4. und 5. Reihe gebaut. |
| Die Klub-Harmonika | Hier wird die Synthese von diat. Harmonika und Akkordeon praktiziert. Die Stimmung ist diatonischwechseltönig mit zwei Knopfreihen für zwei Tonarten und eine dritte Knopfreihe mit den fehlenden Hilfstönen. |
| Die vierreihige Harmonika | Die Vierreiher gibt es heute in verschiedensten Ausführungen und Modellen. Verschiedenste Ausführungen mit 46 Diskanttasten & 16 Helikonbässe oder 50 Tasten im Diskant und 20 Bässe und 18 Begleitakkorde. |
| Die zweireihige Harmonika | Normalerweise werden heute in der Volksmusik dreiteilige Stücke gespielt. Aus diesem Grund wird die zweireihige Harmonika nicht mehr gebaut. |
| Diskant | Diskant wird mit der rechten Hand gespielt – die Melodieseite. Die Diskantseite wird beim dreireihigen Modell mit 33, beim vierreihigen Modell mit 46 und auch mit 50 Melodieknöpfen gebaut. |
| dreichörig | Bei dreichörigen Harmonikas sind pro Ton drei Stimmplattensätze eingebaut. Die Harmonika klingt im Vergleich zur zweichörigen Harmonika lauter und kräftiger. Siehe auch Tremolo. |
| Dural-Export Stimmplatten | "Dural-Export" Stimmplatten gehören zur mittleren Qualitätsklasse. Die Stimmplatten sind aus Duralaluminium gefertigt. Die Stimmzungen werden aus einem breiten gehärteten Stahlband gestanzt. |
| Geburtsjahr der Steirischen Harmonika | Gesichert scheint, dass sie sich nach dem Vorbild der "Wiener Harmonika" entwickelt hatte, welche um 1870 schon dieselbe Tonanordnung aufwies. Der erste Hersteller in Österreich war die Firma Novak in Klagenfurt, gegründet 1874. |
| Gleichton | Als Gleichton wird der Knopf beim diatonischen Akkordeon bezeichnet, der in beiden Zugrichtungen den gleichen Ton erzeugt. Da der 5. Ton der Tonleiter sowohl in der Tonika als auch in der Dominante vorkommt, ist dieser Ton sowohl in Zug als auch in Druck eingebaut. |
| Griffschrift | Max Rosenzopf hat ein älteres Tabulatursystem für die drei- und vierreihige Harmonika adaptiert, Griffschrift genannt, und hat 1975 im Verlag Preissler ein erstes Schulwerk herausgegeben, das bis 1996 18 Auflagen erreichte. |
| H-Bass | Die Bezeichnung H-Bass hat Florian Michlbauer aus Weyregg am Attersee eingeführt. Er dient als Übergangsbass für die erste Reihe. |
| Helikon-Bass | Als Helikonstimmplatte wird die Stimmplatte bezeichnet, die für den Grundbass in der Steirischen Harmonika Verwendung findet. Die Helikonbässe gelten als wesentliche Charakteristika der Steirischen Harmonika. |
| Macchina Stimmplatten | "Macchina" ist die niedrigste Qualität von Stimmplatten am Markt. Der Klang der Stimmzungen ist üblicherweise dumpfer als jener höherwertiger Stimmzungen. Nachteile sind der hohe Luftverbrauch und der schlechte Dynamikumfang. |
| Schwebung | Siehe Tremolo. |
| Solisten Stimmzungen | Die Solisten Stimmzungen entsprechen der Qualitätsstufe "TIPO A MANO" und damit der zweithöchsten Stimmzungenqualität am Markt. |
| Spitznamen der Steirischen Harmonika | Andere gebräuchliche Namen: Ziach, Zugin, Steirische, Quetschn, Quetschkommode, Knöpferlharmonika, Heimatluftkompressor, Ziachharmonie, Ziehharmonika, Harmonie, Harmonika, Zugorgel, Ziachorgel, Ziacha, Zerrwanst, Faltenradio. |
| Steirische | Das Wort „Steirisch" hat nur wenig mit dem Land Steiermark zu tun. Diese Bauart des Akkordeons wurde in Wien erfunden. Durch den diatonischen Aufbau ist sie besonders geeignet, alpenländische Volksmusik zu spielen. |
| Steirische Harmonika | Die Steirische Harmonika ist ein diatonisches, wechseltöniges Handzuginstrument, das heute noch in der Volksmusik vor allem in Österreich, Südtirol, Tschechien, Slowenien, Bayern und vielen anderen Ländern Verwendung findet. |
| Stimmplatten | Die Tonzungenproduktion spielt im Rahmen des Harmonikabaus eine sehr tragende Rolle. Es werden üblicherweise Rahmenplatten aus Aluminium eingesetzt. Heute werden die Stimmplatten fix fertig aus Italien geliefert – vor allem aus Ancona und Castelfidardo. |
| Stimmstock | Der Stimmstock bildet in Verbindung mit den aufgewachsten Stimmplatten die akustische Baugruppe der diatonischen Harmonika. Das herkömmliche Material ist Holz. Man unterscheidet fächerverleimte und formgefräste Stimmstöcke. |
| Stimmung | Unter Stimmung wird immer die Grundtonart pro Reihe verstanden. Übliche Stimmungen sind: A-D-G-C, G-C-F-B, F-B-Es-As, B-Es-As-Des. Stimmung bezieht sich auch auf die verwendete Skala „temperiert" oder „rein". |
| System Michlbauer | Als System Michlbauer wird die Bass-Anordnung auf der Steirischen Harmonika bezeichnet, die den Einbau eines X-Basses und eines H-Basses vorsieht. |
| Tipo a mano Stimmplatten | Tipo a mano Stimmzungen sind die zweithöchste Qualität am Markt. Die Verarbeitung erfolgt großteils manuell. Vorteile sind eine gute Verarbeitungsqualität, ein guter Dynamikumfang, weniger Luftverbrauch und ein heller, weicher Klang. |
| Tonzungen (Stimmen) | Früher verwendete man für die Tonzungen Messing als Grundmaterial. Heute verwendet man kaltgewalzten Spezialfederstahl in 10 cm breiten aufgerollten Bändern. Für verschiedene Tonzungengrößen sind unterschiedliche Stahldicken zwischen 0,45 mm und 0,7 mm in Verwendung. |
| Tremolo | Pro Ton sind meist drei Stimmplattensätze eingebaut (dreichörig). Dadurch ergibt sich ein Schwebungston, der von kaum merklich bis zu sehr aufdringlich gewählt werden kann. Für Stubenmusik ist meist schwaches Tremolo in Verwendung, für Tanzmusik ein kräftigeres. |
| wechseltönig | Wechseltönig bedeutet, dass abhängig von der Richtung des hindurchströmenden Luftstroms unterschiedliche Töne entstehen. Das Gegenteil von „wechseltönig" ist „gleichtönig". |
| zweichörig | Bei zweichörigen Harmonikas sind pro Ton zwei Stimmplattensätze eingebaut. Ein Satz wird exakt gestimmt, ein Satz etwas nach oben verstimmt — das ergibt den Schwebungston. Siehe auch Tremolo. |